29.08.2009 | Alter: 2 yrs
| Von: Stefanie Sieckmann
| Von: Stefanie Sieckmann
Schöner Shoppen in Windsor
Nach dem Nationenpreis gestern stand heute für einen großen Teil der Springreiter gelassene Entspannung auf dem Programm. Leichtes Morgentraining und dann mal schauen, was es hier Schönes zu kaufen gibt. Der Italiener Natale Chiaudani, glücklicher Silbermedaillen-Gewinner mit Doppel-Null im Nationenpreis, rauchte Pfeife und gönnte sich ein Probesitzen im Massagesessel. Marcus Ehning spazierte in Zivil mit Einkaufstüten über die Anlage. Und auch Pius Schwizer, wie übrigens alle aus dem Schweizer Gold-Team heute mit Sonnenbrille unterwegs - ja, die Party war prima - schlenderte in Begleitung einer prall gefüllten Tüte zurück. Belohnung muss sein. Denn gestern sind schwere Aufgaben bewältigt worden. Und wo sonst sollen sich Reiter, Pfleger und Gefolge einkleiden und mit Pferde-Zubehör eindecken, wenn nicht auf den Turnieren. Wer vier Tage fast jeder Woche auf einem Turnierplatz verbringt, hat kaum andere Chancen. Und ein wenig leben die Veranstaltungen schließlich auch genau davon, dass Teilnehmer und Zuschauer ihr Geld hier ausgeben. Die Preise sind nicht unerwartet. Fünf Pfund fünzig für einen Burger, sechs fünfzig für Fisch 'n Chips, vier Pfund für drei winzige Frühlingsröllchen, von denen man zwölf braucht um satt zu werden - gut, dass der Kurs des britischen Pfunds gerade günstig ist ! Vermutlich werden wir uns nächstes Jahr in Kentucky noch nach diesen Preisen zurück sehnen. Heute nachmittag kam das Gespräch auf die Weltreiterspiele 2010. Die Übernachtungs-Kosten, die erwähnt wurden, scheinen so absurd hoch, dass man darüber einfach nur lachen kann. Durchschnittlich super günstige 250 bis 300 Dollar pro Nacht und Nase. Die Zahl wurde nicht von irgendwem in den Raum gestellt, sondern von einem Vertreter des Veranstalters. Hoffen wir trotzdem, dass es sich dabei um eine Ente handelt, denn sonst wird Kentucky wenig Teilnehmer und noch weniger Besucher erleben. Sollten die Angaben stimmen, bleibt nur im Sinne aller Reiter und Reitsportfreunde eine Bitte an Barack Obama zur richten. Es muss doch möglich sein Amerika auf andere Weise aus der Wirtschaftskrise zu führen. Obama, weiß schließlich wie es geht: Yes, we can! Hätten Schwizer, Ehning und Co heute früh davon gehört, die Freude am Einkauf wäre ihnen wahrscheinlich vergangen.











