26.09.2009 | Alter: 2 yrs
| Von: Donata von Preussen
Nach dem letzten Pferd im Viereck, versuchen wir schnell, zu Ende zu schreiben. Das imposante Schloss in Fontainebleau, an dem wir jeden Tag vorbeifahren, wartet auf unseren Besuch. Es ist vor allem bekannt für seine Innenausstattung aus der Zeit der Renaissance und wurde 1981 zum UNESCO-Kulturerbe erklärt. Auf dem Weg zum Auto treffen wir uns noch mal mit Bundestrainer Hans Melzer, der nicht ganz zufrieden mit den Richtern ist: „Es scheint, dass Herr Lee das anglophile Reiten bevorzugt“, sagt er. „Aber morgen ist ein neuer Tag. „Michi und Frank sollen als erste Reiter mit einer schnellen Nullrunde die Konkurrenz unter Druck setzen“, gibt er sich optimistisch. Wir sind ein wenig skeptisch, denn es gibt viele Klippen im Kurs, der zu 80 Prozent durch den Wald führt. Und das ist im heutigen Vielseitigkeitssport eher selten geworden. Andreas Dibowski kann dem allerdings etwas Positives abgewinnen: „Die Prüfung im Frühjahr in Bredeneek ging auch durch den Wald, und da hat Leon sich sehr wohlgefühlt und ist gut galoppiert.
Wir sammeln noch eine schwedische Kollegin ein und fahren gen Schloss, nur Minuten vom Veranstaltungsort entfernt. Dort treffen wir auf die Luhmühlener Fangruppe, die nicht nur Party macht, sondern auch ein wenig von der französischen Kultur mitnehmen will. Doch wir haben alle Pech. Das Schloss ist bereits geschlossen, und nun bleibt uns nichts anderes übrig, wieder ein französisches Straßencafé aufzusuchen und „wie Gott in Frankreich“ zu speisen...
Am heutigen Tag herrscht geschäftiges Treiben. Fotografen und Journalisten werden eingewiesen, uns wird erzählt, was wir alles nicht dürfen. Hinter dem Pressezelt, ganz nah am Start, beziehen die einzelnen Nationen die ihnen zugewiesenen Zelte, um alle notwendige Utensilien unterzubringen. Die Zuschauer strömen, und verteilen sich auf dem Kurs. Viele deutsche Fahnen sind zu sehen.
Am Ende des langen, ereignisreichen Geländetages sind sie verschwunden, denn „wir haben heute“, wie Bundestrainer Hans Melzer es treffend formulierte, „eine richtige Klatsche bekommen“. Bis auf Michael Jung mit FBW La Biostetique Sam hat kein deutscher Reiter das Ziel gesehen. Frank Ostholt hat mit Air Jordan, der zuvor bereits einmal an einer Hecke vorbei gelaufen war, nach einer weiteren Verweigerung am Einsprung des letzten Wassers kurz vor dem Ziel auf eine Weiterreise verzichtet. Die beiden Einzelreiter Dirk Schrade (Gadget de la Cere) und Kai Steffen Meier (TSF Kascarada) mussten an der Kombination 14, die Dr. Annette Wyrwoll am Tag zuvor als eine der Klippen des Kurses bezeichnet hatte, zu Boden. Das gleiche Schicksal am gleichen Ort ereilt Andre as Dibowski, der mit Euroridings Butt Leon am Einsprung stürzt. Zuvor hat Ingrid Klimke nach einer zweiten Verweigerung von FRH Butts Abraxxas aufgibt. Der Rappe hat zuvor einen unglücklichen Sprung über den ersten Teil der Heckenkombination gemacht und sich dabei wohl weh getan. “Braxxi hat sich offensichtlich beim ersten Sprung der Heckenkombination gezerrt und mochte wohl nicht mehr zuspringen“, meint Bundestrainer Hans Melzer. Nur ein deutscher Reiter im Ziel – das hat es das letzte Mal bei den Weltreiterspielen in Jerez 2002 gegeben.
Nicht nur die Deutschen sind vom Pech verfolgt. Der Franzose Nicolas Touzaint, der von einem Jubelsturm seiner Landsleute unterwegs ist, wird aus der Prüfung genommen. Am dritten Element des ersten Wassers, einem schmalen Boot, hat Tatchou die linke Hindernisflagge zwischen die Beine bekommen. Aus der Traum von der Titelverteidigung.
| Von: Donata von Preussen
Fontainebleau und die Geheimnisse des Waldes
Nach dem letzten Pferd im Viereck, versuchen wir schnell, zu Ende zu schreiben. Das imposante Schloss in Fontainebleau, an dem wir jeden Tag vorbeifahren, wartet auf unseren Besuch. Es ist vor allem bekannt für seine Innenausstattung aus der Zeit der Renaissance und wurde 1981 zum UNESCO-Kulturerbe erklärt. Auf dem Weg zum Auto treffen wir uns noch mal mit Bundestrainer Hans Melzer, der nicht ganz zufrieden mit den Richtern ist: „Es scheint, dass Herr Lee das anglophile Reiten bevorzugt“, sagt er. „Aber morgen ist ein neuer Tag. „Michi und Frank sollen als erste Reiter mit einer schnellen Nullrunde die Konkurrenz unter Druck setzen“, gibt er sich optimistisch. Wir sind ein wenig skeptisch, denn es gibt viele Klippen im Kurs, der zu 80 Prozent durch den Wald führt. Und das ist im heutigen Vielseitigkeitssport eher selten geworden. Andreas Dibowski kann dem allerdings etwas Positives abgewinnen: „Die Prüfung im Frühjahr in Bredeneek ging auch durch den Wald, und da hat Leon sich sehr wohlgefühlt und ist gut galoppiert.
Wir sammeln noch eine schwedische Kollegin ein und fahren gen Schloss, nur Minuten vom Veranstaltungsort entfernt. Dort treffen wir auf die Luhmühlener Fangruppe, die nicht nur Party macht, sondern auch ein wenig von der französischen Kultur mitnehmen will. Doch wir haben alle Pech. Das Schloss ist bereits geschlossen, und nun bleibt uns nichts anderes übrig, wieder ein französisches Straßencafé aufzusuchen und „wie Gott in Frankreich“ zu speisen...
Am heutigen Tag herrscht geschäftiges Treiben. Fotografen und Journalisten werden eingewiesen, uns wird erzählt, was wir alles nicht dürfen. Hinter dem Pressezelt, ganz nah am Start, beziehen die einzelnen Nationen die ihnen zugewiesenen Zelte, um alle notwendige Utensilien unterzubringen. Die Zuschauer strömen, und verteilen sich auf dem Kurs. Viele deutsche Fahnen sind zu sehen.
Am Ende des langen, ereignisreichen Geländetages sind sie verschwunden, denn „wir haben heute“, wie Bundestrainer Hans Melzer es treffend formulierte, „eine richtige Klatsche bekommen“. Bis auf Michael Jung mit FBW La Biostetique Sam hat kein deutscher Reiter das Ziel gesehen. Frank Ostholt hat mit Air Jordan, der zuvor bereits einmal an einer Hecke vorbei gelaufen war, nach einer weiteren Verweigerung am Einsprung des letzten Wassers kurz vor dem Ziel auf eine Weiterreise verzichtet. Die beiden Einzelreiter Dirk Schrade (Gadget de la Cere) und Kai Steffen Meier (TSF Kascarada) mussten an der Kombination 14, die Dr. Annette Wyrwoll am Tag zuvor als eine der Klippen des Kurses bezeichnet hatte, zu Boden. Das gleiche Schicksal am gleichen Ort ereilt Andre as Dibowski, der mit Euroridings Butt Leon am Einsprung stürzt. Zuvor hat Ingrid Klimke nach einer zweiten Verweigerung von FRH Butts Abraxxas aufgibt. Der Rappe hat zuvor einen unglücklichen Sprung über den ersten Teil der Heckenkombination gemacht und sich dabei wohl weh getan. “Braxxi hat sich offensichtlich beim ersten Sprung der Heckenkombination gezerrt und mochte wohl nicht mehr zuspringen“, meint Bundestrainer Hans Melzer. Nur ein deutscher Reiter im Ziel – das hat es das letzte Mal bei den Weltreiterspielen in Jerez 2002 gegeben.
Nicht nur die Deutschen sind vom Pech verfolgt. Der Franzose Nicolas Touzaint, der von einem Jubelsturm seiner Landsleute unterwegs ist, wird aus der Prüfung genommen. Am dritten Element des ersten Wassers, einem schmalen Boot, hat Tatchou die linke Hindernisflagge zwischen die Beine bekommen. Aus der Traum von der Titelverteidigung.











